Aquarell auf Aluminium (Teil 1)

Aquarell auf Aluminium (Teil 1)

Desensibilisierung 2 (c) Löwenzahn Aquarell auf Leinwand von Frank Koebsch

Desensibilisierung 2 (c) Löwenzahn Aquarell auf Leinwand von Frank Koebsch

.

Ich hatte im Rahmen der Überlegungen zu unserem Projekt Berlin – Tegel eine Hommage an den Flugplatz mitten im Herzen von Berlin unter der  Überschrift Ideen zur Kunst vom Fliegen ab Tegel angekündigt, dass ich  Aquarelle auf Papier, auf Leinwand, und auf Aluminium malen will. Auf Papier sind über 95% meiner Malerei entstanden. Auch habe ich sehr gute Erfahrungen mit den Aquarellen auf Leinwand..

.

Malerei auf Aluminium

.

Es gibt nur wenige Maler, die als Maluntergrund Aluminium wählen. Einer der wenigen die ich kenne, ist Bernd Koberling, der mit Öl und Acryl auf Aluminiumplatten oder Alucobond.  In diesem Artnet  Interview mit Bernd Koberling  finden Sie Aussagen zu seiner Motivation.

Aber es ist ein Unterschied ob man mit Öl, Acryl und Aquarell malt, da die Farben auf Grund anderer physikalischer und chemischer Prozesse trocknen und auf dem Untergrund haften. Bei meinen Recherchen stieß ich auf einige Künstler, die mir Acryl auf der Aluminium Oberfläche malen. Einige schleifen die Oberfläche noch an, aber keiner kann Aussage zur Haltbarkeit der Farbe bei Temperaturänderungen oder Oxydation des Aluminiums machen..

.

Grundierung des Aluminiums

.

Also habe ich mich entschieden, die Punkte zu beachten, wenn man Aluminium lackieren will. Unter der Überschrift Wie kann man Aluminium lackieren? habe ich folgende Hinweise gefunden:

  • Um Aluminium lackieren zu können, muss man sich ein Schleifvlies besorgen, dieses ist für Metall ideal, nachdem es sehr fein ist. An den zu lackierenden Stellen wird das Aluminium nun abgeschliffen und anschließend wird es mit einer Nitroverdünnung gereinigt, damit Fett und Schmutz entfernt werden.
  • Damit im Anschluss an die Reinigung keine fettigen Abdrücke der Finger zurückbleiben, sollten Handschuhe getragen werden. Um das Aluminium jetzt haftfähiger für das Lackieren zu machen, muss dies mit einer speziellen Grundierung behandeln.

Auf dieser Grundierung kann man wunderbar mit Acryl Farben malen. Aber Aquarell? ;-)

.

Vorbereitung zum Grundieren des Aluminiums (c) Frank Koebsch

Vorbereitung zum Grundieren des Aluminiums (c) Frank Koebsch

.

Wie es mit den Überlegungen und Versuchen zum Aquarell auf Aluminium weiter geht, können Sie demnächst lesen.

Caroline Lilienthal – Zeichnung von Susanne Haun

Caroline Lilienthal war die Mutter der Flugpioniere Otto und Gustav Lilienthals.

.
Nach Otto Lilienthal ist der Flughafen Berlin Tegel benannt worden.
.
Caroline Lilienthals Mann und zwei ihrer Kinder starben früh und sie war für die restlichen drei Kinder, Otto, Gustav und Marie alleine verantwortlich. Sie heiratete nie wieder und hatte so die Chance, ihr Leben nach damaligen Maßstäben unabhängig und selbständig zu führen. Dabei war ihr größtes Ziel, die Talente ihrer Kinder so gut wie möglich zu fördern. Dadurch hatten Otto und Gustav Lilenthal die Freiheit, die sie brauchten, um ihre kreativen Ideen umzusetzen.

Carolyn Lilienthal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Carolyn Lilienthal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vor dem Tod ihres Vaters hatten die Kinder gemeinsam mit ihm verschiedene Vögel gejagt und ausgestopft. All das und die Flugapparate sammelten sich im Haus der Familie. Die Mutter Caroline Lilienthal hatte für alles Verständnis.

Ich habe nur ein sehr kleines Foto von ihr in einem Buch gefunden – Passbild groß oder besser gesagt Passbild klein. So habe ich bei der heutigen Überzeichnung meine Fantasie spielen lassen und mir vorgestellt, wie Caroline Lilienthal wohl vor über 100 Jahren ausgesehen haben mag.

Caroline Lilienthal ist die 35.  und Marie Lilienthal, ihre Tochter, die 36.  Zeichnung zu diesem Thema von mir.

Marie Lilienthal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Marie Lilienthal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Frank Koebsch – Erinnerungen eines Dienstreisenden an den Bussiness Airport Berlin

Frank Koebsch -

Erinnerungen eines Dienstreisenden an den Bussiness Airport Berlin

.

Wenn ich an Tegel denke, dann sind dieses meist Gedanken über das Wegfliegen, die Hast auf dem Hinweg, um die Maschine zu bekommen, das Warten auf dem Flughafen. Erinnerungen an ein paar wichtige Termine mit Kollegen, bevor der eine in die Richtung und der andere in die andere Richtung weiter reisten. Erinnerungen an das Ankommen in Berlin von irgendeiner Dienstreise, einem kurzen Verweilen und an die Fahrt nach Hause. Wenn man viel unterwegs ist, gibt es so ein „geflügeltes“ Wort: Fliegen ist wie Busfahren. Und wirklich, es gab Zeiten, da bin ich pro Woche vier- bis fünfmal geflogen. Wenn man als Dienstreisender so unterwegs ist, ist der Flug eine Möglichkeit auszuspannen, einen Moment zu verweilen und seine Gedanken zu ordnen. Man genießt das Dahingleiten der Maschine, den Blick auf die Sonne, die wunderbare azurblaue Weite, die grenzenlose Freiheit über den Wolken. Gleichzeitig ist das Fliegen eine Kunst, eine riesige ingenieurtechnische Leistung.  Erst ab 1894 gelang es Otto Lilienthal Gleitflüge mit einer heute lächerlichen Weite von ca. 80 Metern zu unternehmen. Diese Leistung und die Faszination kann man erst ermessen, wenn man selbst fliegt, egal ob Drachen, Gleitschirm, Segelflugzeug oder eine motorisierte Maschine. Wie gesagt, als Dienstreisender ist das Fliegen unspektakulär. So ist es auch nicht verwunderlich, dass nicht die Flüge das Aufregende waren, sondern die Fahrt zum Flughafen. Umso glücklicher war ich, wenn Tegel in Sicht war und ich meinen Flug nicht verpasste. Auf Grund schlechten Anbindung an den ÖPVN kenne ich nur einen Weg zum Flughafen Tegel, den mit dem Auto. Egal ob mit eigenem PKW, Mietwagen oder Taxi man fährt immer einen Schlenker an der Tafel mit den abgehenden Flügen und den Gates vorbei, dann unter der Brücke des Flugweges durch, bevor es weiter zu den Parkplätzen ging.

Bussiness Airport Berlin (c) FRank Koebsch

Bussiness Airport Berlin (c) FRank Koebsch

.

Rituale beim Abflug

.

Im Normalfall war ich bei meiner Ankunft  auf dem Flughafen zum Abflug immer recht spät, entweder war Stau oder das letzte Meeting dauerte zu lange oder oder… Gefühlt kam ich zu 95% auf den letzten Drücker in Tegel an. Nach dem Ankommen mit dem Auto hieß es, Gepäck schnappen und los. Wenn ich mit dem Taxi unterwegs war, konnte ich bereits während der Fahrt telefonisch einchecken. Wenn nicht, musste ich auf dem Weg zum Gate noch einmal beschleunigen, in der Hoffnung, dass ein Einchecken am Terminal möglich ist. Aber wehe ich hatte Gepäck, dann hieß es sich am Schalter anstellen. Dann der Sicherheitscheck und irgendwie schaffte ich es immer letzten Moment. Nach dem Einsteigen fiel dann die Anspannung für die Dauer des Fluges ab. In wenigen Fällen hatte ich noch Zeit bis zum Abflug. Wenn ich die Muße hatte, nicht Knecht meines Telefons oder des Laptops war, konnte ich auch die angenehmen Seiten von Tegel entdecken. Ein wenig den Glämmer der Boutiquen, das Glitzern der Schaufenster geniessen und am besten dabei im Eingangsbereich einen Espresso und ein Wasser trinken. Wenn sich dann ein wenig Ruhe einstellte, machte es mir immer wieder viel Freude, andere Reisende zu beobachten. Den Hastenden und Wartenden zu zusehen und zu überlegen, wohin die Wege der Reisenden führen und welche Geschichten die Menschen von ihren Reisen zu erzählen haben.

Rituale beim Abflug (c) Frank Koebsch

Rituale beim Abflug (c) Frank Koebsch

.

Nach der Landung in Tegel

.

Tegel war für mich meist abends Endstation der Reisen. Es stand kein Termin mehr an, ich musste  ins Hotel oder es ging weiter über die Autobahn nach Hause an die Ostsee. Auf dem Weg zu den Mietwagen kam ich immer bei der einzigen S-Bahn auf dem Flughafen vorbei. Genauer gesagt, viele Menschen kamen an dem S-Bahn Waggon mit Berlins abgefahrenster Currywurst nicht vorbei. Etliche Reisende genießen diesen typischen Berliner Willkommensgruß, nutzen den Imbiss zu einem letzten Schwatz mit den Kollegen oder Mitreisenden. Nur die wenigsten nehmen bei diesem letzten Stopp, den Namenspatron des Flughafens Otto Liliental im Staub zwischen den Stehtischen war. Die Gedanken  drehen sich bei den Menschen um das Ankommen und das Weiterfahren. Ohne sich umzusehen, geht es wie selbstverständlich weiter. Bis zum nächsten Mal – Tegel

Nach der Landung in Tegel (c) Frank Koebsch

Nach der Landung in Tegel (c) Frank Koebsch

.

Ideen zur Kunst vom Fliegen  ab Tegel

.

Als wir anfingen über das Projekt nachzudenken, machte ich etliche Schnappschüsse von der besonderen Stimmung auf dem Flughafen und kramte in alten Erinnerungen und Fotos. Fotos sind bei mir meist wie ein Skizzenblog, wenn es darum geht Szenen, Licht und Stimmungen einzufangen. Mein bevorzugtes künstlerisches Medium ist das Aquarell. So entwickelte sich nach und nach die Idee, genau diese besondere Stimmung auf dem Flughafen Tegel in Aquarellen festzuhalten. Aber einfach „nur“ auf Papier? Bei den Überlegungen über Motive und Techniken reifte immer mehr der Entschluss, auch auf typischen Oberflächen aus dem Flugzeugbau zu malen.  Also werde ich auf

  • Leinwand, der bevorzugten Bespannung der hölzernen Flugapparate von Lilienthal,
  • auf Aluminium, dem in der Vergangenheit am häufigsten verwendeten Material des Flugzeugbaus und
  • auf Papier malen.

Lassen Sie sich überraschen, was in welcher Form und auf welchem Material entsteht.

.

Material aus dem Flugzeugbau und für meine Aquarelle (c) Frank Koebsch

Material aus dem Flugzeugbau und für meine Aquarelle (c) Frank Koebsch

Christiane Weidner – Fotoserie Tegel TXL 2011 / 2012

Christiane Weidner – Fotoserie Tegel TXL 2011 / 2012

.

Für die Stadtbewohner und Besucher Berlins hat der Flughafen Tegel immer auch etwas Beschauliches gehabt  – er war so übersichtlich und gemütlich. Er funktionierte gut und ohne lange Wege. Ein Flughafen ohne großen Stress. Inzwischen ist er mit 15 Millionen Passagieren allerdings komplett überlastet mit Staus rundherum, mit aufgeregten Autofahrern und einer Unmenge von Taxis.

 

Tegel spiegelt die Geschichte Westberlins auf seine Art – er war nach dem durch Krieg und Nachkriegszeit berühmt gewordenen Flughafen Tempelhof der neue Flughafen der Westhälfte der geteilten Stadt, sein Gegenpart im Osten dagegen war der alte Flughafen Schönefeld. Alt und neu – West und Ost, ein ständiges Thema in Berlin. Für beide Flughäfen beginnt jetzt eine neue Geschichte – Tegel wird zum Standort für Wissenschaft und Forschung, vielleicht auch ein bisschen Kunst und Kultur, und Schönefeld wird wieder das, was er einmal war – der Flughafen Berlins, nun aber ganz neu und groß und weit weg, jedenfalls für den Wedding, Reinickendorf, Charlottenburg, Spandau.

 

In der Fotoserie wird es vor allem um kommunikative Situationen und das Erlebnis Flughafen Tegel und seiner Umgebung gehen. Dazu gehört auch eine Portraitserie über Nachbarn und Nutzer.

Tegel Tower im Abendlicht, 2011 (c) Christiane Weidner

Tegel Tower im Abendlicht, 2011 (c) Christiane Weidner

Susanne Haun: Otto Lilienthal – Namensgeber des Flughafens seit 1982

Susanne Hauns Exposé zum Projekt

Berlin Tegel: Eine Hommage an den Flugplatz mitten im Herzen von Berlin.

Otto Lilienthal – Namensgeber des Flughafens seit 1982

Im Volksmund heißt der Flughafen im Norden Berlins „Tegel“ und nicht Otto Lilienthal.

Dabei war es gerade Lilienthal, der den Traum vom Fliegen träumte und der diesen Traum für die Menschheit ein gutes Stück vorantrieb.

Lilienthal setzte das Fliegen gleich mit der Erfüllung der Träume von Frieden und Freiheit und grenzenlosen Leben auf der Erde.

Fliegen – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm

Fliegen – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm

Er saß nicht nur in seinem Kämmerlein und brütete über theoretische Flugkonstruktionen, nein, er probierte seine Beobachtungen und Flugapparate selber aus und publizierte sie mit Hilfe der Momentfotografie und der Autotypie des Druckgewerbes.

Dabei war er nicht nur eine charismatische Persönlichkeit, er erarbeite sich seine Ergebnisse durch Beobachtungen der Vögel und lange Jahre Mess reihen.

Er verstand es seine Idee zu publizieren und viele Menschen mit seiner Begeisterung mit zu reißen.

In seiner Jungend dachten seine Familie und sein näheres Umfeld, dass er Künstler werden würde – er entschied sich für die Mathematik und wurde Ingenieur.

Meiner Ansicht nach liegen die Mathematik (Naturwissenschaften) und Kunst sehr nahe beieinander. Man denke nur an DaVinci oder Maria Sybilla Merian.

Krähe über Lichtenberg – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm

Krähe über Lichtenberg – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm

Es ist unglaublich mit welchem Willen und Mut sich Otto Lilienthal  in die Aufgabe stürzte, zu fliegen.

Die Bücher „Der Mensch fliegt“ und „Lilienthal“ von Werner Schwipps bringen mich dem Menschen Lilienthal immer näher. Es ist großes Glück , dass Lilienthal seine Flüge sowohl mit eigenen Texten dokumentierte als auch fotografisch festhalten lies. Lilienthal schrieb zu einem Flugversuch im Frühjahr 1894 wo er aus 20m Höhe senkrecht zur Erde hinunter abstürzte:

„Mit klarem Bewußtsein, die Arme und den Kopf voran, den Apparat inner noch an den Handhaben festhaltend, stürzte ich dem grünen Rasen zu. Ein Stoß, ein Krach und ich lag mit dem Apparat an der Erde.“ Otto Lilienthal

Hände am Übungsberg – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 40 x 30 cm

Hände am Übungsberg – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 40 x 30 cm

Zwei Jahre später starb er an den Folgen eines Flugunfalls. Er ist also noch zwei Jahre nach diesem Unfall unvermindert weiter geflogen und hat seine Flugapperate verbessert wo er konnte.

Mein Konzept für die Ausstellung und die Auseinandersetzung mit dem Traum vom Fliegen an sich und Otto Lilienthal.  Ich stelle mir vor, 100 A4 Überzeichnungen wie auf der vorigen Seite dargestellt zu zeichnen und als eines der Auseinandersetzungen zu präsentieren. Es soll symbolisch die Anzahl der Versuche darstellen, die Lilienthal benötigte, um seine Flugapparate zu entwickeln. Um Lilienthal präsent auf den Blättern zu halten übermale ich seine Konstruktionen und  Fotos von ihm.

Humboldt Bibliothek

Humboldt Bibliothek – Ausstellungsankündigungen für den 04. Juni 2012

.

Humboldt Bibliothek (c) Frank Koebsch

Humboldt Bibliothek (c) Frank Koebsch

Wir hatte bereits vor einigen Wochen darüber berichtet, dass die Ausstellung im Rahmen unseres Projektes Berlin – Tegel, eine Hommage an den Flugplatz mitten im Herzen von Berlin in der Humboldt Bibliothek in Reinickendorf stattfinden wird. In den vergangenen Tagen hat die Humboldt Bibliothek, die neuen Veranstaltungsankündigungen für das erste Halbjahr heraus gegeben. Wir haben uns riesig über die Ausstellungsankündigung gefreut, denn es ist immer noch etwas anderes, darüber zu reden oder es schwarz auf weiß zu lesen.

.

Humboldt Bibliothek - Veranstaltungsankündigungen für 2012

Humboldt Bibliothek - Veranstaltungsankündigungen für 2012

 

Humboldt Bibliothek mit unserer Ausstellungsankündigung

Humboldt Bibliothek mit unserer Ausstellungsankündigung

 

Merken Sie sich doch schon den Termin der Vernissage am 04. Juni 2012 vor. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und die Ausstellung in der Humboldt Bibliothek.

Jaron Verlag

Jaron Verlag

.

Jaron Verlag in der Dorotheenstraße 37 (c) Frank Koebsch

Jaron Verlag in der Dorotheenstraße 37 (c) Frank Koebsch

Wir konnten den Jaron Verlag, den Marktührer im Bereich Berlin-Literatur für unser Projekt gewinnen. Doch lesen Sie selbst.

“Der Jaron Verlag beabsichtigt, anlässlich der geplanten Schließung des Flughafen Tegel eine  Publikation über dieses Berliner Wahrzeichen zu veröffentlichen. Unter Federführung des Journalisten von Christian Bahr soll die Geschichte und die Architektur des Flughafens dargestellt werden und beleuchtet werden, die dieses das alltägliche Leben Tegels, Reinickendorfs und Berlin geprägt hat.”

“Dieses Projekt erfolgt auf Anregung der Künstler Susanne Haun und Frank Koebsch, die mit anderen Künstlern zur geplanten Schließung des Flughafens Tegel in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Reinickendorf  und in der Humboldt-Bibliothek ab den 04. Juni 2012 ein Ausstellungsprojekt … realisieren.”

Auszüge aus dem Schreiben von Hr. Dr. Jaron, Jaron Verlag GmbH,  November 2011

Schreiben von Hr. Dr. Jaron, Jaron Verlag  November 2011

Schreiben von Hr. Dr. Jaron, Jaron Verlag November 2011

Unser Ausstellungsort die Humboldt Bibliothek

Unser Ausstellungsort die Humboldt Bibliothek

.
Für den Start unseres Projektes „Berlin-Tegel Eine Hommage an den Flugplatz mitten im Herzen von Berlin“, konnten wir als Ausstellungsort die Humboldt Bibliothek gewinnen. Das Gebäude der Humboldt Bibliothek wurde 1988  nach Entwürfen des Architekten Charles W. Moore errichtet. Die Bibliothek ist über dem Hafenbecken des Tegler Hafens angeordnet. Es ist ein moderner Bau, der sein Flair erst im inneren entfaltet. Auf der Home Page der Bibliothek steht

„Die eingebauten Bücherwände über zwei Etagen erinnern an barocke Klosterbibliotheken, und die großzügige dreischiffige Halle fordert verschiedene Vergleiche heraus: vom Sakralbau bis zur Industriearchitektur.“

Nun diese Beschreibung wird aus unserer Sicht der Bibliothek nur zum Teil gerecht. Es ist ein wunderbares Gebäude, licht, hoch, gemütlich, das zum Verweilen einlädt. Gerade dieser letzte Punkt macht die Beschreibung des besonderen Flairs erst vollständig und erklärt, warum die Humboldt Bibliothek ein gefragter Ort für Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Preisverleihungen ist.

Unsere Ausstellung wird am Montag, 4. Juni 2012 um 19.30 Uhr eröffnet, genau einen Tag nach der offiziellen Schließung des Flughafens Tegel. In dem Veranstaltungskalender der Humboldt Bibliothek wird unser Vernissage wie folgt angekündigt:

“Berlin Tegel : Eine Hommage an den Flugplatz mitten im Herzen von Berlin”.
Susanne Haun (Zeichnung) – Frank Koebsch (Aquarell) – Christiane Weidner (Fotografie).
Begleitend zur Ausstellung erscheint im Jaron Verlag ein Buch unter der Federführung des Journalisten Christian Bahr.

Wir möchten uns bei Frau Lauter für die Unterstützung bedanken. Hier ein paar Fotos von unserem Besuch in der Humboldt Bibliothek.

.



.

Wir freuen uns Sie ab den 04.06.2012 in unserem Ausstellungsort die Humboldt Bibliothek begrüßen zu können.

Die Schirmherrin des Projekts: Frau Katrin Schultze-Berndt, Bezirksstadträtin

Die Schirmherrin des Projekts: Frau Katrin Schultze-Berndt, Bezirksstadträtin

.

Fast ein Jahr lang arbeiten wir inzwischen an dem Projekt “Flughafen Tegel” und wir überlegten schon ziemlich früh, wer denn die Schirmherrschaft für unser Vorhaben übernehmen sollte.

Ich hatte gerade als Reinickendorfer Künstlerin am  Reinickendorfer Künstlerempfang teilgenommen und erhielt anschliessend ein sehr nettes Schreiben mit einem HERZLICHEN DANK von unserer Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt. In dem Schreiben, stand dann auch der für mich entscheidende Satz, weshalb ich vorschlug, sie um die Schirmherrschaft zu bitten:

“Ich freue mich auf eine weitere ideenreiche Zusammenarbeit!” Katrin Schultze-Berndt.

Dieser Satz signalisierte mir, dass die Bezirksstadträtin für Schule, Bildung und Kultur offen für neue Ideen ist und nach einem Gespräch über unser Projekt mit ihr und Dr. Gerner, die Museumsleiterin vom Heimatmuseum Reinickendorf  hat sie sich auch schnell entschlossen, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Schirmherrschaft des Bezirksamtes Reinickendorf 2011-09

Schirmherrschaft des Bezirksamtes Reinickendorf 2011-09

.

Noch einmal ein Dankeschön an die Schirmherrin des Projekts: Frau Katrin Schultze-Berndt, Bezirksstadträtin.

Motivation für unser Projekt Berlin Tegel

Motivation für unser Projekt Berlin  Tegel

Eine Hommage an den Flugplatz mitten im Herzen von Berlin

.

Tegel steht in weiten Teilen vor einer Neuorientierung, wenn der Flughafen Tegel , wie geplant 6 Monate nach der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg schließt. Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ist  dieses eine beschlossene Sache – ohne Revisionmöglichkeit.

Wie immer spaltet eine solche Veränderung. Ein Teil der Menschen wird das Einstellen des Flugverkehrs feiern, den Tag als Befreiung von Lärm und den anderen Beeinträchtigungen empfinden. Andere Menschen, die mit dem Flughafen groß geworden sind, dort gearbeitet werden mit Wehmut an den Flugbetrieb zurück denken, denn der Flughafen Tegel gehörte zu Ihrem Leben. Wie viele Kinder waren mit Ihren Eltern unterwegs, um den Flugzeugen beim Start und Landen in Tegel zu zusehen. Wie viele wunderbare Urlaubsreisen haben hier begonnen? Wie viele zu fällige Begegnungen von zig tausenden Menschen hat es pro Tag gegeben, die deren Leben ein Stück veränderten? Wie viele Menschen werden die Nähe des Flughafens zur City vermissen?

Doch was passiert wenn der Fluglärm verstummt. Wie viele Menschen müssen sich neu orientieren? Sei es in Bezug auf die Verkehrsverbindungen oder weil Ihre Arbeitsplätze in Tegel weg fallen. Wie kann Berlin, Reinickendorf, Tegel das Gebiet des Flughafens so interessant gestalten, dass neue Arbeitsplätze entstehen, dass eine neue nachhaltige Entwicklung beginnt. Überlegungen gibt  es einigen Jahren viele. In der aktuellen Dokumentation der 5. Standortkonferenz für die Nachnutzung des Fughafen Tegels vom 19.01.2011 sind die wesentlichen Prämissen, Chancen und Risiken beschrieben. Doch konkret???? Gibt es eine Vielzahl von Diskussionen

Die Veränderungen haben uns angeregt, sich mit den Erinnerungen, Eindrücken, der Geschichte, den Geschichten des Flughafen Berlin-Tegel „Otto Lilienthal“ beschäftigt, der Bedeutung für Tegel, Reinickendorf und Berlin gestern, heute und morgen. Aus dieser Motivation heraus möchten wir unsere Kunst in Verbindung mit Tegel und dem Flughafen zeigen, gemeinsam mit Partnern Projekte treiben und ….

Christiane Weidner, Frank KoebschSusanne Haun 


.

Wir denken, dass dieses eine tragfähige Motivation für unser Projekt Berlin  Tegel ist und freuen uns über Anregungen.